Frei werden in der Nähe Gottes

02.03.2025

Am ersten Gottesdienst für die Entschlafenen in diesem Jahr diente Apostel Christophe Domenig der Gemeinde Bern-Bümpliz mit dem Bibelwort aus Psalm 107, 19 und 20: « …die dann zum HERRN riefen in ihrer Not und er half ihnen aus ihren Ängsten, er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, dass sie nicht starben.»

Zu Beginn seiner Predigt wünschte der Apostel den Gottesdienstteilnehmenden, dass sie sich in Gott geborgen fühlen mögen und ihr Herz frei sei, damit der liebe Gott darin Platz finde. Daneben ermunterte er die Glaubensgeschwister, die Gefühle, die durch einen Gottesdienst für die Verstorbenen erweckt werden, zuzulassen. Diese Gefühle können von Freude über die Erlösung in der Ewigkeit, bis hin zu grosser Trauer über einen kürzlich verstorbenen Menschen, dem man nahegestanden ist, reichen. Selbst wenn in der vergangenen Zeit kaum Platz war, um sich mit den Seelen zu beschäftigen, haben wir nun im Gottesdienst die Möglichkeit, ihnen den Weg zu weisen. Alle Verstorbenen können an diesem Tag die Sakramente durch den Stammapostel und die Bezirksapostel erhalten, wenn sie dafür bereit sind.

Aufgrund unserer Belastungen im Alltag bemerken wir manchmal den Segen Gottes nicht. Trotzdem kann dieser von jedem Menschen erlebt werden. So können unsere geistigen Augen durch das Wort Gottes und das Abendmahl geöffnet werden. Genau darauf geht das Bibelwort ein. Womöglich fragt sich die eine oder andere Seele in der Ewigkeit, warum sie nicht schon zu Lebzeiten die Nähe Gottes erfahren durfte. Dazu sind für alle Seelen - egal ob im Diesseits oder im Jenseits - folgende drei Punkte notwendig:

  1. Jesus Christus erkennen und das Wort Gottes annehmen.
  2. Glauben, dass Jesus Apostel gesandt hat, um Sakramente zu spenden und die Sünden zu vergeben. Insbesondere bei der Heiligen Versiegelung wird die Liebe Gottes in uns ausgegossen, und es kann die Nähe Gottes erlebt werden.
  3. Busse tun, Umkehr halten und das eigene Handeln ändern, damit die Liebe Gottes in unserem direkten Umfeld spürbar wird.

Es gibt Seelen, die nach wie vor Groll in sich tragen und diesen nicht alleine überwinden können. Manchmal braucht es dazu einen Berater. Allerdings sollte man auf die richtigen Stimmen hören. Nicht alle beratenden Personen handeln in unserem Interesse (vgl. Sirach 37, 8-9). Gott möchte unsere Seelen wieder gesund machen und stellt uns mit den Geistlichen Berater an die Seite, um den Weg zu Gott zu finden und frei zu werden. Der Apostel schloss seinen Predigtbeitrag mit dem Appell «Arbeitet an euren Seelen!»

Der Gemeindevorsteher erwähnte beim Mitdienen, dass die Hoffnung dann anfängt, wenn man ratlos ist. Der Bezirksvorsteher bekräftigte, dass Gott uns immer helfen möchte, das was uns unmöglich erscheint, zu überwinden.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahles empfing ein kleines Mädchen die Gabe des Heiligen Geistes.

Der Gottesdienst wurde von Beiträgen des Gemeindechores, des Kinderchores und des Orchesters musikalisch mitgestaltet.